Das Regelwerk des DSRV mit den neuen Squashregeln kann direkt auf der Hompepage des Deutschen Squash Rackets Verband abgerufen werden.

Insbesondere die Regel "Treffen des Gegners mit dem Ball und Drehen eines Spielers" sorgt immer wieder für Diskussionen. Die wichtigen Stellen sind rot hervorgehoben (mit "Spieler" ist der Spieler gemeint, der den Ball geschlagen hat):

 

9. Treffen des Gegners mit dem Ball und Drehen eines Spielers

9.1 (siehe Richtlinie 4)
Wenn der Ball, bevor er die Stirnwand erreicht hat, den Gegner oder dessen Kleidung oder Ausrüstung trifft, muss der Ballwechsel unterbrochen werden. Der Schiedsrichter muss - nach Berücksichtigung eventueller Verstöße nach Regel 17 - die Flugbahn des Balles beurteilen und:

9.1.1
dem Spieler den Ballwechsel zusprechen, wenn der Ball in gültiger Weise die Stirnwand erreicht hätte, ohne vorher eine andere Wand zu berühren, es sei denn, Regel 9.1.2 und 9.1.3 trifft zu.
9.1.2 (siehe Richtlinie 4 und 5)
falls sich der Spieler gedreht hat, dem Gegner den Ball zusprechen, es sei denn, der Gegner hat eine absichtliche Bewegung gemacht, um den Rückschlag abzufangen. In diesem Fall muss der Schiedsrichter dem Spieler den Ball zusprechen.
9.1.3 (siehe Richtlinie 5)
falls es sich um einen weiteren Schlagversuch handelt, einen Letball gewähren, vorausgesetzt, Regel 9.1.2 trifft nicht zu.
9.1.4
einen Letball gewähren, wenn der Ball die Stirnwand in gültiger Weise erreicht hätte, aber vorher eine andere Wand berührt hat oder hätte, es sei denn, Regel 9.1.5 trifft zu.
9.1.5
dem Spieler den Ballwechsel zusprechen, wenn er entschieden hat, dass der Rückschlag ein Gewinn bringender Rückschlag gewesen wäre.
9.1.6
dem Gegner den Ballwechsel zusprechen, wenn der Rückschlag nicht gültig gewesen wäre.

9.2 (siehe Richtlinie 5)
Wenn sich der Spieler dreht,

9.2.1
kann er den Ballwechsel unterbrechen und einen Letball fordern, wenn er Angst hat, den Gegner mit dem Ball zu treffen. Der Schiedsrichter muss

9.2.1.1
einen Letball gewähren, wenn er entschieden hat, dass eine begründete Angst bestand, den Gegner mit dem Ball zu treffen und der Spieler einen gültigen Rückschlag hätte durchführen können, es sei denn, Regel 9.2.3 trifft zu; oder er
9.2.1.2
darf keinen Letball gewähren, wenn er entschieden hat, dass der Spieler keinen gültigen Rückschlag hätte durchführen können.

9.2.2
Der Spieler darf wegen einer Behinderung den Ballwechsel unterbrechen und Einspruch einlegen. Der Schiedsrichter

9.2.2.1
muss einen Letball gewähren, wenn er entschieden hat, dass der Spieler wegen der Behinderung durch den Gegner nicht in der Lage war, einen Schlagversuch zu Ende zu führen; oder
9.2.2.2
muss dem Spieler den Ballwechsel zusprechen, wenn er entschieden hat, dass der Gegner nicht jede Anstrengung unternommen hat, die Behinderung nach dem Drehen zu vermeiden;
9.2.2.3
darf keinen Letball gewähren, wenn er entschieden hat, dass der Spieler auch ohne die Behinderung keinen gültigen Rückschlag hätte durchführen können.

9.2.3
Der Schiedsrichter darf keinen Letball gewähren, wenn er entschieden hat, dass die Drehung absichtlich durchgeführt wurde, um einen Einspruch einzulegen und nicht, um den Versuch eines Rückschlages vorzunehmen.